| Grippeimpfung |
![]() GrippeimpfungDie Grippeimpfung ist eine vorbeugende Maßnahme zur Verhinderung einer echten Grippe (Influenza-Erkrankung). Sie sollte nicht mit einer banalen Erkältung (grippaler Infekt) verwechselt werden. Da sich Grippeviren ständig Jahr für Jahr verändern gibt es keine Grippe-Impfung fürs ganze Leben. Auch kann man durch eine Erkrankung keine Immunität erwerben. Weltweit unterhält die Weltgesundheitsorganisation WHO Labore, die die Viren analysieren, bestimmen und die jeweils aktuellen und passenden Impfstoffe herstellen. Diese stehen dann ab Ende August bzw. Anfang September zur Verfügung. Die empfohlenen Impfmonate sind September bis November. Eine Impfung zu einem späteren Zeitpunkt ist jedoch möglich und sinnvoll. Der Schutz ist bereits ein bis zwei Wochen nach der Impfung voll ausgeprägt und der Impfschutz ist sechs bis zwölf Monate wirksam. Für alle diejenigen, für die die STIKO die Impfung empfiehlt, übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Die STIKO - die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut - spricht jedes Jahr eine Empfehlung an diejenigen aus, die sich gegen Grippe impfen lassen sollten: Hierzu zählen Personen, die durch ihren Beruf Gefahr laufen, sich selbst und andere anzustecken, also zum Beispiel Angestellte in Krankenhäusern, Arztpraxen, Alten- und Pflegeheimen, aber auch Berufsgruppen mit viel Publikumsverkehr und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Weiterhin wird sie für Menschen ab dem 60. Lebensjahr empfohlen, da das Immunsystem bei älteren Menschen nicht mehr so leistungsfähig ist wie in jungen Jahren. Wichtig ist die Impfung zudem für chronisch Kranke wie beispielsweise Diabetiker, Herz-Patienten, Asthmatiker, Nierenkranke und Patienten, die an einer Immunstörung leiden. Manche Bundesländer empfehlen eine generelle Influenzaimpfung für alle Einwohner, denn auch bei Gesunden kann eine Influenza zu schweren Komplikationen und Folgeerkrankungen führen. In Studien wurde nachgewiesen, dass bei gesunden geimpften Erwachsenen die Zahl der Erkrankungen, Arztbesuche, Medikamentenverordnungen, Krankenhauseinweisungen und Sterbefälle jeweils um gut 20% gegenüber der Vergleichsgruppe mit einer Placeboimpfung abnehmen. Viele Firmen bieten daher ihren Mitarbeitern eine kostenlose Grippeimpfung an, um damit die Krankenstände während einer Grippesaison zu reduzieren. Nebenwirkungen wie Fieber, Gliederschmerzen und Müdigkeit sind selten, können allerdings bei Personen (hauptsächlich Kindern) auftreten, die das erstemal Kontakt mit einem Grippevirus haben. Eine Influenza selbst kann nicht durch den Impfstoff ausgelöst werden. Bei 13% der Geimpften treten leichte lokale Beschwerden auf, wie Schmerzen, Rötung oder eine Schwellung an der Einstichstelle. Gegenanzeigen zur Impfung bestehen bei jeglichen bekannten Überempfindlichkeitsreaktionen gegen andere Impfstoffbestandteile. Des weiteren ist der herkömmliche Impfstoff bei Patienten mit bekannter Allergie gegen Hühnereiweiß nicht zu empfehlen. Seit der Saison 2007/2008 steht in Deutschland jedoch erstmals ein Influenza-Impfstoff zur Verfügung, der frei von Hühnereiweiß sein soll. |
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