| 09. Juni 2010
Cellulite – Informationen zu einem typisch weiblichen Figurproblem
Cellulite: die richtige Bezeichnung
Die richtige Bezeichnung für das unsägliche Bindegewebsproblem, auch Orangenhaut genannt, ist Cellulite. Cellulitis oder richtiger Zellulitis ist in diesem Zusammenhang falsch, es steht in der medizinischen Fachsprache für eine Entzündung des Unterhautgewebes.
Cellulite, ein weit reichendes Problem
Die unschönen Dellen an den Oberschenkeln sind – neben dem Gewicht – bei Frauen das Figurproblem schlechthin. Über 25 % der Frauen geben an, unter diesem Phänomen, das als Cellulite bezeichnet wird, zu leiden.
Cellulite – wie sie entsteht
Nach dem neuesten Stand der Forschung ist Cellulite die Folge einer Störung des Gleichgewichts zwischen Fettaufbau (Lipogenese) und Fettabbau (Lipolyse) in den Zellen. Cellulite ist ein typisch weibliches Problem, da das Bindegewebe der Frau von Natur aus weicher ist und damit die Entstehung der Cellulite fördert.
Genetische Einflüsse und ein ungünstiger Stoffwechsel können zusätzlich die Entstehung der Cellulite begünstigen. Sport und Diäten haben sich in den meisten Fällen nicht als ausreichende Maßnahme erwiesen, um die „Dellen“ in den Griff zu bekommen.
Was fördert Cellulite
Cellulite ist in erster Linie Veranlagungssache. Frauen mit Übergewicht sowie Frauen mit schwachem Bindegewebe sind besonders gefährdet. Rauchen fördert zusätzlich die Negativfaktoren der Cellulite. Auch Couch-Potatoes, die wegen zuwenig körperlicher Bewegung einen verlangsamten Stoffwechsel haben, tragen ein höheres Risiko.
Biorhythmen und Cellulite
Der Prozess, der in den Fettzellen abläuft, unterliegt einem 24 Stunden-Rhythmus. Dabei kommt es morgens zu einer erhöhten Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin. Beide Stoffe beschleunigen den Fettabbau (Lipolyse) in den Zellen, indem sie die Spaltung von Triglyceriden in Glucose und Fettsäuren positiv beeinflussen, um diese dem Körper in Form von Energie zur Verfügung zu stellen.
Nachts wird wenig Energie benötigt und der Stoffwechsel wird heruntergefahren. Überschüssige Glucose, welche tagsüber nicht verbraucht wurde, wird teilweise in den Fettzellen deponiert. Ein weiterer Teil lagert sich im Bindegewebe, zwischen den Kollagenfasern ab, und bildet dort starre Verbindungen. Diese führen zu einer Verhärtung und Einkapselung von adipösen Knötchen und Wasser. Die Struktur des Bindegewebes wird damit unregelmäßig und in Form der für die Cellulite typischen Dellen sichtbar.
Cellulite: das erste Produkt auf den Markt
1970 kam in Frankreich das erste Produkt auf den Markt. Wegbereiter für diese neue Produktkategorie war ein Apotheker namens Pierre Fabre, der eine Massagebürste mit integrierter Seife entwickelte. Zum Massageeffekt, der die Durchblutung förderte, kam die entschlackende Wirkung des in der Seife enthaltenen Efeuextrakts hinzu. Das Produkt wurde vom Start weg ein Erfolg und gehört heute noch zu den beliebten Standardprodukten.
Die wichtigsten Wirkstoffe gegen Cellulite
| Koffein und Koffeinsalze | gelten als die wirksamste Kombination um den Fettabbau zu beschleunigen. Koffein besteht aus relativ großen Molekülen. Um es optimal einzuschleusen, braucht es z.B. TEA-Salicylat, das die obersten Hautschichten anlöst um die Haut für die Aufnahme der Wirkstoffe vorzubereiten. |
| PEG-Ester | übernimmt die Aufgabe als schneller „Transporter“ um das Koffein in die Zellen einzuschleusen. |
| Phloridzin | wird aus aus jungen Apfelzweigen gewonnen und stoppt die Glucose-Aufnahme am Abend. Es bremst die Fetteinlagerung und verringert die Anzahl und das Größenwachstum der adipösen Knötchen (Adipozyten). |
| HMC (Hesperidin Methyl Chalcon) | hat gefäßschützende und entwässernde Eigenschaften. Es verhindert die Bildung starrer Glucose-Brücken, die zur Verhärtung der Kollagenfasern führen. |
| Nagelkraut-Extrakt | verhindert die Glucose-Aufnahme und bremst damit die Fetteinlagerung. Es fördert darüber hinaus die natürlichen Entschlackungs- und Entwässerungsmechanismen in der Nacht. |
| Mangan | macht das Fasergewebe wieder geschmeidig. Es regt die Mikrozirkulation an und fördert die Entschlackung. |
| Xanthoxyline | wird als Extrakt aus dem chinesischen Szechuan-Pfeffer gewonnen. Es wirkt als Booster für das Protein UCP und beschleunigt damit den Fettabbau. Es ist nachweislich für eine gesteigerte Fettverbrennung in den Zellen verantwortlich und führt ihnen gleichzeitig direkt aus der Blutbahn Glukose und freie Fettsäuren zur Verbrennung zu. |
| Yamswuzel | vermindert die Bildung der Rezeptoren, die für die Fettaufnahme verantwortlich sind. |
| Rutin | vermindert den Fettaufbau und hilft dem Körper bei der Produktion von Kollagen. |
| Escin | verbessert den Abtransport von Schlackestoffen und vermindert den Fettaufbau |
| Ginko Biloba | begünstigt den Drainage-Effekt |
| Silicium | wirkt revitalisierend und stärkt das Bindegewebe |
| Lipo-Hydroxy-Säure (LHA) | stimuliert die Zellerneuerung |
Die beliebtesten Cellulite Produkte
Neben der Massagebürste haben sich in den letzten 10 Jahren vor allem Cremes, Gele und Ampullen in der Verbrauchergunst ganz nach vorne geschoben. Laut Studien möchten Frauen vor allem Produkte die man nur einmal am Tag anwendet, die schnell in die Haut einziehen und die natürlich sichtbare Ergebnisse erzielen.
Wirksamkeit von Cellulite Produkten
Cellulite Produkte, egal in welcher Form, sind nach wie vor mit großer Skepsis zu betrachten. Die französische Stiftung Warentest hat in ihrem Magazin „60 millions de consommateurs“ in klinischen Studien nachweisen können, dass aus der Vielzahl der angebotenen Produkte tatsächlich zwei eine sichtbare und messbare Wirkung auf die Cellulite haben.
Kann man Cellulite dauerhaft loswerden?
Nein, nach allem was es an Studien und Beobachtungen gibt, ist die Cellulite rezidiv, d.h. nachdem man die Anti-Cellulite-Präparate absetzt, kommt es bereits nach wenigen Wochen wieder zu einer vermehrten Fetteinlagerung und die Dellen kommen zurück.
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