| 09. Juni 2010

Sonnenbrand
Mit der Sonne ist nicht zu spaßen
Ein ausgiebiges Bad in der Sonne endet nicht selten schmerzhaft. So angenehm die wärmenden Strahlen auch sind, wem seine Gesundheit lieb ist, der sollte beim sonnenbaden einige Regeln beachten.
Sonnenbrand
Sonnenbrand wird durch den ultravioletten Anteil des Sonnenlichts verursacht. Wird die Haut längere Zeit ungeschützt der Sonne ausgesetzt, dringen die Strahlen in die Haut ein und schädigen dort die Zellen. Um diese Schäden zu beheben, sorgt der Körper für eine vermehrte Durchblutung der betroffenen Bereiche wodurch sich die Hautrot färbt. Ist die Schädigung der Zellen so stark, dass sie nicht mehr repariert werden können, sterben die betroffenen Hautzellen ab und lösen sich. Die Haut "schält" sich.
Die Haut ist in der Lage, sich eine gewisse Zeit lang selbst zu schützen. Die natürliche Eigenschutzzeit beträgt je nach Hauttyp bei Mitteleuropäern etwa 10 bis 30 Minuten pro Tag. Durch Sonnencremes oder Öle mit Lichtschutzfaktor wird die mögliche Aufenthaltsdauer ohne Sonnenbrandrisiko um genau diesen Faktor verlängert. Lichtschutzfaktor 25 ermöglicht also theoretisch ein Sonnenbad von ca. 4 Stunden und mehr.
Auch bei Bewölkung besteht nach entsprechend längerer Zeit die Gefahr eines Sonnenbrandes. Die Wolken filtern zwar einen Teil der schädlichen UV-Strahlen, aber - wie beim sichtbaren Sonnenlicht auch - eben nur einen Teil. Besonders tückisch ist der Aufenthalt am oder auf dem Wasser (z. B. beim Segeln). Die Wasseroberfläche reflektiert die UV-Strahlung anders als das sichtbare Sonnenlicht, so dass man einer erhöhten Strahlung ausgesetzt sein kann, selbst wenn man sich im Schatten aufhält.
Bei längerer UV-Einwirkung schützt sich die Haut in gewissem Maße selbst gegen die schädlichen Strahlen indem sie das Pigment Melanin bildet. Melanin verleiht unserer Haut die begehrte Bräune und schützt zugleich vor Sonnenbrand. So kann man die Dauer des Sonnenbades nach einigen Tagen fast verdoppeln. Die Haut ?gewöhnt? sich also bis zu einem gewissen Grad an die Sonnenstrahlung. Trotzdem gilt: unbedingt immer eincremen!
Wer hinter Glas sitzt, z.B. im Wohnzimmer oder im Auto braucht keinen Sonnenbrand zu befürchten, Glas ist für UV-Strahlen undurchlässig. Aber Vorsicht: Wer mangels Klimaanlage die Fenster offen lässt und natürlich auch alle Cabrio-Fahrer sind besonders gefährdet. Der kühlende Fahrtwind lässt einen die Wirkung der Sonne gerne unterschätzen.
Grundsätzlich gilt es einen Sonnenbrand mit allen Mittel zu vermeiden. Er ist nicht nur unangenehm, sonder auch hochgradig gesundheitsschädlich. Jeder einzelne Sonnenbrand erhöht das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken - auch bei erfolgreicher Behandlung. Das ein "leichter" Sonnenbrand den Bräunungseffekt erhöht ist Unsinn. Die Haut wird lediglich wegen des Sonnenbrandes stärker durchblutet und wirkt deshalb dunkler. Sobald die Entzündung abgeklungen ist, ist der Effekt dahin.
Sonnenbrand behandeln
Einen Sonnenbrand sollte man mit allen Mittel zu vermeiden. Ist es trotzdem mal passiert, gilt es den Sonnenbrand richtig zu behandeln. Starker Sonnenbrand sollte von einem Arzt behandelt werden. Ist kein Arzt verfügbar, können folgende Anwendungen helfen:
Bei starkem Sonnenbrand:
eine Brandsalbe als Creme oder Gel auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen, wirkt kühlend und vasokonstriktorisch (zieht die Gefäße zusammen). Aspirin, oral eingenommen lindert nicht nur das Schmerzempfinden sondern wirkt auch der Entzündung entgegen
Bei richtiger Anwendung wirkt diese Behandlung meist so effektiv, dass die Hautrötung innerhalb von 24 Stunden verschwindet.
Bei leichtem Sonnenbrand:
-
viel trinken
mit feuchten Umschlägen kühlen
spezieller Puder oder antiallergisches Gel
After-Sun-Lotionen, Zinköl, Aloe-vera und andere Pflegemittel
Auftragen von Aufgüssen von schwarzem Tee oder Eichenrinde (Gerbstoffe)
mit normalem Speisequark (auftragen, 30-45 Min. warten und gründlich abwaschen)
Die Behandlung mit Quark ist äußerst effektiv, Hautärzte raten aber von diesem Hausmittel ab, da es aufgrund der Bakterien in Milchprodukten zu Infektionen kommen kann. Auch können enthaltene Eiweißstoffe auf der geschwächten Haut zu Unverträglichkeiten und allergischen Reaktionen führen.
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