| 09. Juni 2010
Vitamin D senkt Risiko von Herzmuskelschwäche
Bochum (pte) - Die Wissenschaftlerin Stefanie Schulz-Schleithoff des Herz- und Diabeteszentrums NRW http://hdz-nrw.de hat in einer Studie festgestellt, dass Vitamin D entzündungshemmend bei Herzmuskelschwäche wirkt, da es zu einem Anstieg entzündungshemmender Substanzen im Blut und zur Unterdrückung entzündungsfördernder Substanzen führt. Es wird durch UV-Strahlung und fettreichen Fisch gebildet.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung http://www.dge.de empfiehlt eine Vitamin D Dosis von 5 Mikrogramm pro Tag. Vitamin D wird vom menschlichen Körper selbst über die Haut gebildet. 80 bis 90 Prozent des Bedarfs entstehen durch die UVB-Strahlung im Sonnenlicht in den Sommermonaten Mai bis September. "Bereits eine halbe Stunde am Tag, auch wenn es bewölkt ist, reicht aus, um den Vitamin D-Speicher aufzufüllen. Denn das Vitamin wird im Fettgewebe des Körpers gespeichert und in den Wintermonaten kann der Körper dann von dem gespeicherten Vitamin D zehren", erklärt Stefanie Schulze Schleithoff vom Herz- und Diabeteszentrum NRW.
Vor intensivem Sonnenbaden ist dennoch abzuraten, da die UV-Strahlung einfach zu gefährlich ist. Empfehlenswert ist dagegen der regelmäßige Konsum Vitamin D-reicher Kost beispielsweise in fettreichem Fisch wie Hering, Aal, Makrele und Lachs. Ratsam sind zwei bis drei Fischmahlzeiten pro Woche, so Schulze Schleithoff. In Folgestudien muss nun untersucht werden, wie hoch die Vitamin D-Dosierung sein muss, damit sie als Vorsorge eingesetzt werden kann. Vorstellbar sei dann Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel oder in Form von angereicherten Lebensmitteln, erläutert Schulze Schleithoff.
Rund 22 Mio. Menschen sind an Herzmuskelschwäche erkrankt. Die Tendenz steigt. Insbesondere ältere Personen haben ein erhöhtes Risiko daran zu erkranken, da sie eine viermal niedrigere Fähigkeit haben, Vitamin D zu bilden. Mittlerweile erkranken aber zunehmend auch Jüngere. Sie üben ihren Beruf im Büro aus und verbringen ihre Freizeit hauptsächlich vor dem Fernseher oder Computer und bilden dadurch zu wenig Vitamin D, so Schulze Schleithoff weiter. Trotz Verbesserung durch Medikamente besteht immer noch eine hohe Sterblichkeit. Jeder zweite Patient überlebt die ersten fünf Jahre nach der Diagnose nicht. In Deutschland sterben jährlich 33.000 Frauen und rund 15.000 Männer an Herzschwäche.
Quelle: pressetext/Ines Gerasch
Wissen: Viitamin D
Vitamin D bildet sich durch UV-B-Strahlung (enthalten im Sonnenlicht) aus Vorstufen (z. B. 7-Dehydrocholesterin, Ergosterin), den sogenannten Provitaminen. Nur wenige Nahrungsmittel enthalten Vitamin D. Es findet sich in Lebertran und -öl, Hering, Lachs und Eigelb. Besonders reiche Vitamin D-Quellen sind: (μg/100g)
- Lebertran 330 μg
- Dorschleberöl 210 μg
- Hering 31 μg
- Lachs 16 μg
- Sardine 7,05 μg
- Kalbfleisch 3,8 μg
- Hühnerei 3,5 μg
- Leber (Rind) 1,7 μg
- Leber (Geflügel) 1,3 μg
- Kabeljau 1,3 μg
- Sahne 1,1 μg
- Kuhmilch 0,08 μg
In Pilzen (z. B. Hefen) ist das Mycosterin Ergosterin enthalten, während in tierischen Geweben 7-Dehydrocholesterin vorkommt. Beide Verbindungen können sich bei ausreichender UV-Licht Bestrahlung in biologisch aktive Substanzen umwandeln, die wir unter dem Begriff Vitamin D zusammenfassen (Ergocalciferol bzw. Cholecalciferol).
Quelle:wikipedia.org
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