| 17. Juni 2010
Eisen
Eisen ist ein essentielles (unentbehrliches, aber vom Körper nicht selbst herzustellendes) Spurenelement. Eisen muss deshalb in ausreichender Menge über die Nahrung aufgenommen werden.
Eisen sorgt im menschlichen Körper für Sauerstofftransport und –speicherung und ist für den Energiestoffwechsel, für ein starkes Immunsystem und für die Funktion vieler Enzyme verantwortlich.
Der menschliche Körper enthält ungefähr 2 – 4 g Eisen, wovon 60% an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin gebunden ist, 25% an das Speicherprotein Ferritin und 15% wird in den Muskeln vom roten Muskelfarbstoff Myoglobin gespeichert.
Eisen Lieferanten
Eisenhaltige Lebensmittel sind unter anderem Hülsenfrüchte (z.B. Erbsen, Linsen), Vollkornprodukte, Innereien, Sojabohnen, Fleisch, Muscheln, Spinat und Bohnen.
Tagesdosis
Erwachsenen Menschen wird eine tägliche Eisenaufnahme von 10 mg für Männer und 15 mg für Frauen empfohlen.
Den täglichen Eisenbedarf durch die Nahrung zu decken ist machbar, fordert aber eine gewisse Disziplin im Essensplan. Eisenmangel ist ein weit verbreitetes Problem, v.a. von Menschen in den Entwicklungsländern, aber auch bei uns in Europa.
Erhöhter Eisenbedarf
Einen höheren Eisenbedarf haben z.B. Schwangere, Sportler und Kleinkinder, Menschen mit chronischem Blutverlust (z.B. bei gesteigerter Menstruation), Menschen mit Entzündungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Tumorerkrankungen oder bei Fehl- und Mangelernährung (z.B. vegane Ernährung).
Bei einem Mehrbedarf an Eisen sollte immer eine ärztliche Kontrolle der Eiseneinnahme stattfinden, da die Nebenwirkungen einer Überdosierung nicht ungefährlich sind. So kann eine Eisenüberversorgung zu Leberzirrhose, Schleimhautreizungen, Sodbrennen, Übelkeit und Erbrechen führen.
Wirkung von Eisen
Aufgenommen wird das Eisen hauptsächlich im Zwölffingerdarm. Bei ausgewogener Ernährung wird etwa 10 – 25% des in der Nahrung enthaltenen Eisens vom Körper aufgenommenen.
Die Eisenverfügbarkeit ist je nach Lebensmittel sehr unterschiedlich. So wird Eisen aus tierischen Lebensmitteln besser aufgenommen als Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Aus diesem Grund muss besonders bei veganer Ernährung auf eine ausreichende Eisenversorgung geachtet werden.
Die Aufnahme wird von anderen Lebensmittel beeinflusst, die zeitgleich aufgenommen werden. So verbessert sich die Aufnahme bei gleichzeitigem Konsum von Ascobinsäure (Vitamin C) und verschlechtert sich hingegen bei Aufnahme von Kalzium, Milchprodukten, Ballaststoffen, Kaffee oder Tee.
Beauty Faktor
Eisenmangel
Eisenmangel ist weit verbreitet. Es kann dabei zu einer erhöhten Infektanfälligkeit kommen, zu körperlicher Schwäche, Kopfschmerzen, Nervosität, Konzentrations- und Lernstörungen, Blutarmut, brüchigen Nägeln und Haaren, trockene/spröde und raue Haut, Trockenheit der Schleimhäute, Zungenbrennen, Mundwinkelrhagaden und Verstopfung. Bei Kleinkindern kann die Intelligenzentwicklung verzögert sein. Bei Schwangeren kann es zu Fehlgeburten oder zu einem geringen Geburtsgewicht des Kindes kommen.
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